Digital Christmas? Sicherheit gibt’s nicht geschenkt

Der Gabentisch ist reich gedeckt: mit neuesten Smartphones, verspielten Gadgets und smartem Equipment für die eigene, digitale Transformation: Glamouröse Spritzkerzen einer neuen Zeit. Aber: Wer könnte dazu schon Nein sagen? Aber wird all das nur dem persönlichen Nutzen und der Steigerung des Komforts dienen? Oder sind da auch noch andere verdeckte Nutznießer an Bord, die sich zwar nicht für uns, aber für unsere digitale Persona interessieren und ihr Geschäft mit uns machen, ohne dass wir es wissen?
Ein Problembewusstsein für diese bedrohlichen Schatten im Hintergrund ist uns leider weder in die Wiege noch in die weihnachtliche Krippe gelegt worden.

Das Digitale ist der Flaschengeist unserer Tage: er erscheint auf Abruf, wird uns privat und beruflich rasch unentbehrlich, macht sich dann herrschaftlich breit und weigert sich, in seine angestammte Behausung zurückzukehren. Deshalb wird er für immer mehr Menschen zum Danaergeschenk, zu einem Trojanischen Pferd der Naivität und zu einer Mogelpackung der Möglichkeiten. Aber es liegt nicht an Daten und Technik, dass das so ist, sondern daran, dass wir so blauäugig und sorglos damit umgehen …
Vielleicht kennen Sie das Gefühl, sich von der Kameralinse Ihres Laptops oder Smartphones beobachtet zu fühlen. Immer mehr User decken diese Linse deshalb mit Klebeband ab, wohl auch aus Angst vor gehackten Kameras. Diese Leute wissen eben, dass dieses (Online-)Instrument nicht für sich abgeschlossen ist, sondern – mit ungeklärtem Ausgang – in die Welt hinausreicht.

Ein Stein hat diesen Zugang nicht. Er ist – wie Martin Heidegger (18898 – 1976) es formuliert hat, „weltlos“. Er existiert bloß als Einzelding. Vernetzte Dinge aber transzendieren sich gleichsam selbst.

Um zum „Internet der Dinge“ zu gehören, braucht ein Gerät eine Stromquelle, einen Internetzugang und Sensoren. Das ist alles …

Laut dem Philosophen Paul Lissmann hat die Verzauberung vieler unserer Alltagsgegenstände schon damit begonnen, dass wir ihre Produktionsgeschichte weder kennen noch nachvollziehen können. So haben die Dinge des täglichen Bedarfs eine überlegene Aura angenommen, die unser Fassungsvermögen übersteigt und uns in eine fatale Ergebenheit zwingen. Und wenn sie dann noch Netzwerkanschluss haben, können wir aus der Ferne mit ihnen interagieren. Dann tauchen sie plötzlich auch dort in unserem Leben auf, wo sie bisher gar nicht vorgekommen sind.

Doch wer online ist, kann gehackt werden.

Und hier müssen nun unser Bewusstsein und unsere Achtsamkeit ins Spiel kommen: Zu Hause, unterwegs, im Unternehmen und zwischen den Generationen …
Datenschutz und IT-Sicherheit können leider auch wir nicht unter den Christbaum legen, aber ein Versprechen, das Sie nicht in Sicherheit wiegen, sondern zu mehr Eigenverantwortung motivieren soll:

Wir bleiben im Jahr 2017 mehr dran denn je zu informieren, Möglichkeiten der persönlichen und betrieblichen Prävention aufzuzeigen und diese Themen in den Unternehmen auf die Agenda von Corporate Social Responsibility (CSR) und Human Relations (HR) zu setzen.
Denn Sicherheit ist niemals ein „Gefühl“ allein, sondern immer Bewusstsein. Dann wird sie zum Geschenk, das wir uns gegenseitig machen können.

Autor: Heidlmair Kommunikation / Linz / Wien
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